DIE EIGENVERWALTUNG

Herr im Hause

 

Die Eigenverwaltung stellt zusammen mit dem Insolvenzplan eines der wichtigsten Instrumente zur Sanierung und Restrukturierung eines insolventen Unternehmens dar.

 

Die Insolvenzordnung eröffnet die Möglichkeit ein Verfahren so zu betreiben, ohne dass ein Insolvenzverwalter wie im Regelverfahren bestellt wird. Die Geschäftsführung behält somit die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnisse, dies bedeutet für die Unternehmensleitung, dass sie nicht entmündigt wird, der Unternehmer bleibt Geschäftsführer und bestimmt weiterhin die Geschicke der Gesellschaft und damit auch die Sanierung mittels eines Insolvenzplanverfahrens.

 

Dieses Vorgehen bedeutet natürlich, dass von den Geschäftspartnern und außenstehenden Dritten das Verfahren nicht wie in einer Zerschlagung verstanden wird, vielmehr wird damit im Bewusstsein Außenstehender stark die Sanierung und der Neustart verbunden.

 

Das Now-How im Unternehmen bleibt erhalten und nicht wie in einem Regelinsolvenzverfahren durch einen Insolvenzverwalter und seinen Beraterstab abgelöst. Ebenso ist davon auszugehen, dass die Kosten sich um durchschnittliche 40,00 % geringer veranschlagen lassen, dies bedeutet, dass eine höhe Summe zur Verteilung an die Beteiligten zur Verfügung steht und damit auch die Erfolgsaussichten der Sanierung steigen.

 

In der Eigenverwaltung wird anstatt eines Insolvenzverwalters ein Sachwalter bestellt, welcher im Gegensatz zu einem Insolvenzverwalter nur die überwachende Funktion ausübt. Der Sachwalter hat somit darauf zu achten, dass die Eigenverwaltung nicht zum Nachteil für die Beteiligten führt. Durch die Neuausrichtung im ESUG ist auch die Lücke in der Gesetzessystematik geschlossen worden und die „vorläufige Eigenverwaltung“ ist jetzt gesetzlich geregelt.

 

 

Wenn Sie darüberhinaus Informationen wünschen, können Sie uns natürlich unter info@bp-partner.de gerne kontaktieren.

 

 

 

 

 

 

 

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