IDW ES 11

Neuer Standard zur Beurteilung des Vorliegens von Insolvenzeröffnungs-gründen schafft mehr Klarheit

 

Auch 15 Jahre nach in Kraft treten der Insolvenzordnung besteht nach wie vor Handlungsbedarf in der Klärung des Zeitpunktes, wann genau ein Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen muss.

 

Die derzeitige Gesetzesvorgabe bedingt eine Antragspflicht bei einer dauerhaften Liquiditätslücke von 10,00 % hierbei war aber auch lange umstritten, um künftig fällig werdende Verbindlichkeiten bei der Beurteilung der Zahlungsunfähigkeit zu berücksichtigen sind – bis der Strafsenat des BGH dies mit einem Beschluss vom 21. August 2013 unter dem Aktenzeichen 1StR 665/12 bestätigt hat.

 

Unter Einbeziehung der Neuregelung unter ESUG nach § 270b InsO, dem sogenannten Schutzschirmverfahren, hat diese klare Abgrenzung mehr an Bedeutung gewonnen.

 

Mit dem Entwurf eines erweiterten IDW Standards - IDW ES 11 - soll der gegenwärtige IDW PS 800 Standard als auch die IDW St/FAR 1/1996 an die aktuelle Rechtslage und -sprechung angepasst werden.

 

Nach aktuellem Sachstand ist davon auszugehen, dass wohl frühestens 2015 mit in Kraft treten dieses Entwurfes zu rechnen ist. Ebenso ist aber davon auszugehen, dass dieser Standard des IDW für die Gerichte nicht bindend ist, doch zumindest die Antragstellung als schlüssig und nachvollziehbar unterstützen wird.

 

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