FAQs

Transaktion

Die Vorgehensweise bei der Unternehmensbewertung






Restrukturierung

Restrukturierung ausserhalb eines Insolvenzverfahrens





S6 - Gutachten


Warum benötigen sie als Unternehmer ein S6 Gutachten Das IDW-S6-Gutachten ist ein Gutachten, das aufzeigen soll, ob ein Unternehmen in einer Krisensituation nachhaltig erfolgreich saniert werden kann. Der sperrige Name rührt daher, dass sich das Sanierungsgutachten am Standard mit der Nummer 6 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) orientiert.




S11 - Gutachten





Worin unterscheiden sich ein S6 und ein S11-Gutachten





Covenant Breach, was bedeutet das für sie als Unternehmer?


Was bedeutet "Covenant Breach" für sie als Unternehmer? Covenant Breach kann sowohl rechtliche als auch erhebliche finanzielle Folgen mit sich bringen: In einem Worst Case kann ihr Kreditgeber von seinen vertraglichen Kündigungsrechten Gebrauch machen, und sie als Geschäftsführung können unter Umständen auch persönliche Haftungsrisiken treffen. Darüber hinaus wird – ohne entsprechende Gegenmaßnahmen – die Atmosphäre zwischen ihnen und ihrem Kreditinstitut belastet. Welche Folgen, welche Auswirkungen ergeben sich hieraus für sie als Unternehmer? Als Folge eines - drohenden - Covenant Breaches ziehen die Banken ihre Kontrollmechanismen gewöhnlich stark an. Die zeitlichen Abstände für ihre Berichterstattung werden deutlich reduzieren, ebenso erfolgt eine Verschärfung ihrer Berichterstattungspflichten gegenüber ihren Kreditgebern. Auch kommt nun neben dem Firmenkundenberater zumeist auch ein Vertreter der Restrukturierungsabteilungen der Banken als weiterer Kontakt hinzu. Ihr Unternehmen befindet sich ab diesem Zeitpunkt unter besonderer Beobachtung und unter Umständen wird durch die Finanzierer nun ein umfangreiches Independent Business Review oder ein Sanierungsgutachten durch einen unabhängigen Dritten eingefordert. Soweit sollten sie es nicht kommen lassen! Um solch einer Situation rechtzeitig entgegenzuwirken oder sie besser gänzlich zu vermeiden, müssen sie frühzeitig und proaktiv Maßnahmen ergreifen, die nicht allein in dem Versuch bestehen sollten, einen Covenant Breach „gerade noch“ abzuwenden. Im Gegenteil, beugen sie vor. Folgende wesentliche Punkte unterstützen sie hierbei: Die Erstellung eine belastbaren, integrierten Unternehmensplanung die dann auch den Grundstein für weitere Handlungsoptionen legt. Weitergehend hilft eine Szenarienbetrachtung, die die künftig notwendige Liquidität in diesem Sonderfall ermitteln kann. Hieraus ergibt sich dann für sie eine vorausschauende Covenant-Berechnung, welche ihnen Handlungsmöglichkeiten zur Vermeidung etwaiger Verstöße an die Hand gibt. Nützen sie diese Möglichkeiten und gehen sie mit einer proaktive Kommunikationsstrategie auf ihre Kreditgeber zu. Suchen sie die Gespräche früh genug, daß zeigt unsere Erfahrung in diesem Themenbereich auf.





Insolvenznahe Beratung

Die Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren


Herr im Hause Die Eigenverwaltung stellt zusammen mit dem Insolvenzplan eines der wichtigsten Instrumente zur Sanierung und Restrukturierung eines insolventen Unternehmens dar. Die Insolvenzordnung eröffnet die Möglichkeit ein Verfahren so zu betreiben, ohne dass ein Insolvenzverwalter wie im Regelverfahren bestellt wird. Die Geschäftsführung behält somit die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnisse, dies bedeutet für die Unternehmensleitung, dass sie nicht entmündigt wird, der Unternehmer bleibt Geschäftsführer und bestimmt weiterhin die Geschicke der Gesellschaft und damit auch die Sanierung mittels eines Insolvenzplanverfahrens. Dieses Vorgehen bedeutet natürlich, dass von den Geschäftspartnern und außenstehenden Dritten das Verfahren nicht wie in einer Zerschlagung verstanden wird, vielmehr wird damit im Bewusstsein Außenstehender stark die Sanierung und der Neustart verbunden. Das Now-How im Unternehmen bleibt erhalten und nicht wie in einem Regelinsolvenzverfahren durch einen Insolvenzverwalter und seinen Beraterstab abgelöst. Ebenso ist davon auszugehen, dass die Kosten sich um durchschnittliche 40,00 % geringer veranschlagen lassen, dies bedeutet, dass eine höhe Summe zur Verteilung an die Beteiligten zur Verfügung steht und damit auch die Erfolgsaussichten der Sanierung steigen. In der Eigenverwaltung wird anstatt eines Insolvenzverwalters ein Sachwalter bestellt, welcher im Gegensatz zu einem Insolvenzverwalter nur die überwachende Funktion ausübt. Der Sachwalter hat somit darauf zu achten, dass die Eigenverwaltung nicht zum Nachteil für die Beteiligten führt. Durch die Neuausrichtung im ESUG ist auch die Lücke in der Gesetzessystematik geschlossen worden und die „vorläufige Eigenverwaltung“ ist jetzt gesetzlich geregelt.




Das Schutzschirmverfahren im Insolvenzverfahren


§ 270 b InsO Das Schutzschirmverfahren nach § 270b InsO - der Gläubigerschutz innerhalb der Neuausrichtung der Insolvenzordnung. Ein völliges Novum in der Rechtsprechung ist nun die Möglichkeit des Schuldners, sich zum Zwecke der Vorbereitung einer Sanierung im Stadium der drohenden Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung unter den sogenannten Sanierungsschutzschirm zu begeben, um somit die Möglichkeit eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung zu erhalten. Diese Neuregelung ist für für den Unternehmer von hoher Bedeutung, dass er, was die Fortführung des Geschäftsbetriebes und die Umsetzung des Sanierungsprozesses anbelangt, auch nach Stellung des Insolvenzantrages keinen Kontrollverlust hinnehmen muss. Mit dem Schutzschirmverfahren gem. § 270b InsO hat der Gesetzgeber erstmals für ein in die Krise geratenes und von Insolvenz bedrohtes Unternehmen – von der Aktiengesellschaft über die GmbH und die GmbH & Co. KG bis hin zum Einzelunternehmer und Freiberufler – die Möglichkeit geschaffen, bereits im Insolvenzeröffnungsverfahren die Restrukturierung über einen Insolvenzplan vorzubereiten.




Vorteile der Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren





Der Ablauf einer Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren





ESUG  Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen


Die Vision der neuen Gesetzesregelung war – auf Druck der europäischen Vorgaben und unter der Herausforderung der global bestehenden Problematik - die Schaffung einer neuen gesetzlichen Grundlage, die notleidende Unternehmen befähigen soll und kann, sich in einem geordneten Verfahren zu restrukturieren, ohne dass hier, wie in der Vergangenheit üblich, seitens Dritter das Zepter aus der Hand genommen wird. Die neue gesetzliche Regelung – das ESUG – soll die Spielregeln des Insolvenzrechts zu Gunsten der Sanierung krisenbefangener Unternehmen nachhaltig verändern, es verlagert die Aufgaben und die Möglichkeiten für Unternehmen und für Berater schlussendlich in das Vorfeld einer drohenden Insolvenz. Erstmalig hat somit der Gesetzgeber die Anforderungen der betrieblichen Unternehmen in der Krise in seinen Überlegungen berücksichtigt und öffnet diesen ein Fenster, dass es in der mehr als hundertdreißigjährigen Geschichte des Insolvenzrechts in Deutschland nicht gegeben hat. Gemeinsam mit seinen Gläubigern kann und soll der Schuldner eine planbare und verfahrenssicher auszugestaltende Sanierung im Schutze eines Insolvenzverfahrens beschreiten können, sei es mit Hilfe eines Insolvenzplans oder aber in der Kombination mit einer gleichzeitigen Eigenverwaltung unter dem Dach eines 90 Tage währenden Schutzschirms.




Der präsumtive vorläufige Gläubigerausschuss, die Neuheit im Verfahren


Das Heft in der Hand nehmen. Um den Sanierungsgedanken aufrecht zu erhalten, ist es seitens des Gläubigers nun wirklich an der Zeit, schon zu Beginn des Verfahrens das Heft in die Hand zu nehmen. Die Einsetzung eines präsumtiven vorläufigen Gläubigerausschusses schon vor Antragsstellung gewährleistet unter gewissen Voraussetzung, dass der Unternehmen "Herr im Hause" bleibt und / oder Einfluss auf die Bestellung des Verwalters nehmen kann.




Was ist ein Insolvenzplan?


Die Alternative zur Zerschlagung - das Sanierungsinstrument in der Insolvenz. Der Insolvenzplan ermöglicht den Verfahrensbeteiligten eine abweichend von den gesetzlichen Regelungen vorgesehene Verfahrensabwicklung insbesondere zum Erhalt des Unternehmens (§ 1 InsO). Auf der Grundlage der Gläubigerautonomie können die Beteiligten Insolvenzen flexibel und wirtschaftlich effektiv abwickeln. Das Ziel des Insolvenzplans ist, das Unternehmen durch eine Restrukturierung zu stabilisieren und fortzuführen. Insbesondere in Verbindung mit der Eigenverwaltung ist die Planinsolvenz daher das Sanierungsinstrument zum Erhalt der gefährdenten Unternehmung. An dieser Stelle muss aber angeführt werden das für die Erstellung eines Insolvenzplanes spezielles insolvenzrechtliches Wissen sowie Sanierungs-erfahrung benötigt wird. Darüber hinaus – und dies ist von nicht unerheblicher Bedeutung – sollte der Berater praktische Erfahrungen bei der Aufstellung und gerichtlichen Durchführung von Insolvenzplänen vorweisen können. Denn die „Theorie“ des Insolvenzplanverfahrens und deren praktische Umsetzung sind nicht dasselbe!




Die Geschäftsleiterhaftung – der neue § 15b InsO, was hat sich geändert


Die Geschäftsleiterhaftung – der neue § 15b InsO, was hat sich geändert

Haftung nach alter Rechtslage

Die Regelung in § 15b Abs. 1 InsO fasst im Wesentlichen das bisher in verschiedenen Gesetzen normierte Zahlungsverbot nach Insolvenzreife zusammen (siehe insbesondere § 64 GmbHG, § 92 Abs. 2 AktG).

Nach der bisherigen Rechtslage war der GmbH-Geschäftsführer / Vorstand einer AG zum Ersatz von Zahlungen verpflichtet, wenn er diese nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder Feststellung ihrer Überschuldung geleistet hatte und diese nicht mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsmannes vereinbar waren.

Sprich: Zahlungen waren nur dann noch zulässig, wenn eine konkrete Aussicht auf eine erfolgreiche Sanierung bestand. Für den Geschäftsführer hieß das, er musste ein Sanierungsgutachten in Auftrag geben und gleichzeitig hoffen, dass seinem Unternehmen eine positive Fortführungsprognose bescheinigt wird, andernfalls haftete er für die Vergütung des Gutachtens.

Der BGH legte bisher einen engen Maßstab an bei der Bestimmung, welche Zahlungen im Zustand der Insolvenzreife noch mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters vereinbar sind. Die Erstattungspflicht konnte bislang nur dann entfallen, wenn der Zahlung eine unmittelbare wirtschaftliche Gegenleistung gegenüberstand, die von den Gläubigern sinnvoll verwertet werden konnte („Ausgleich der Masseverkürzung durch einen Massezufluss“). Arbeits- und Dienstleistungen, Energielieferungen und Telekommunikationsdienstleistungen konnten von den Gläubigern nicht verwertet werden, so dass nach der alten Rechtsprechung des BGH Zahlungen auf solche Leistungen regelmäßig nicht privilegiert waren.

Praktisch gesehen war es in den meisten Fällen somit nicht möglich den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Haftung nach neuer Rechtslage

Seit dem 01.01.2021 ist die Geschäftsleiterhaftung in der Insolvenzordnung geregelt.

Die Neuregelung sieht, wie auch die bisherige Regelung, vor, dass Geschäftsleiter nach dem Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ihrer Gesellschaft keine Zahlungen mehr für diese vornehmen dürfen.

Die Neuerung und damit verbunden auch eine Erleichterung für den Geschäftsleiter liegt nunmehr darin, dass Zahlungen die im ordentlichen Geschäftsbetrieb, insbesondere zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes erfolgen, vorbehaltlich Abs. 3 als mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters vereinbar gelten.

Ausgenommen sind nach dem neuen § 15b Abs. 3 InsO weiterhin Zahlungen, die nach Ablauf der Insolvenzantragsfrist getätigt werden.

Bei dem Insolvenzantragsgrund der Zahlungsunfähigkeit liegt die Frist, innerhalb derer der Geschäftsleiter erforderliche Vorbereitungen zur Stellung eines Insolvenzantrages hat, bei bis zu 3 Wochen.

Im Falle der Überschuldung liegt die Frist bei bis zu 6 Wochen.

Wichtig dabei ist, dass diese Fristen nur als äußere Grenze und nicht als Regelfall zu verstehen sind. Ein Insolvenzantrag muss immer ohne schuldhaftes Zögern erfolgen, es sei denn es wurden zwischenzeitlich Maßnahmen eingeleitet die der Sanierung des Unternehmens dienen.

Zusammengefasst heißt dies für Sie als Geschäftsführer, dass Sie nach neuer Rechtslage Zahlungen, die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes, wie z.B. Zahlung auf Arbeits- und Dienstleistungen, Mieten, Strom, Telekommunikation usw. tätigen können, sofern Sie innerhalb der 3 bzw. 6 Wochenfrist nachhaltige Sanierungsmaßnahmen eingeleitet haben oder der Insolvenzantrag vorbereitet wird.





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